Gerne stellen wir Ihnen hier ein kleines Glossar des Alu-Glas-ABCs zur Verfügung.
Automatiktüren
In Handelszentren, Industrie- und öffentlichen Gebäuden werden oft Automatiktüren aus Glas eingebaut, die sich über Radar oder Lichtschranken automatisch öffnen und schließen. Solche Automatiktüren bieten eine äthetische und moderne Lösung für Eingangsbereiche.
Begehbares Glas
Bei begehbaren Gläsern spielen Größe und Beanspruchung eine wichtige Rolle, da die Sicherheit von zentraler Bedeutung ist. Beispielsweise bei Dachverglasungen ist die Begehbarkeit für Reinigunszwecke sehr wichtig. Hierbei wird aber nicht von begehbaren, sondern von betretbaren Gläsern gesprochen. Begehbare Gläser können Stiegentritte aus Glas oder ähnliches sein. Bei der Bemessung der Gläser wird grundsätzlich davon ausgegangen, dass sich immer nur eine Person auf dem Glas aufhält, was aber bei großen Spannweiten trotzdem zu sehr dicken Gläsern führt.
Belüftung des Wintergartens
In jedem Wintergarten wird eine ausreichende Zufuhr an frischer Luft benötigt, was durch Zu- und Abluftflügel bzw. -klappen ermöglicht werden kann. Größtenteils werden sie über Eletromotoren geöffnet und geschlossen. Ein händisches Öffnen über Spindeln mit Handkurbeln oder Oberlichtöffner mit Gestänge ist eher unpraktisch. Eine optmiale Lösung - nicht nur zur Belüftung des Wintergartens - ist die voll elektronische und computerisierte Steuereinheit. Wenn an diese Steuerung die verschiedensten Sensoren wie Windmesser, Regenmelder oder auch Luftfeuchtigkeitsmesser im Innenraum angeschlossen werden, erfolgt die gesamte Klimasteuerung computergestützt und sehr zuverlässig. Bei bestimmten Windstärken oder bei Niederschlägen werden alle Dachöffungen umgehend geschlossen und Ihr Wintergarten vor Wassereinfall oder gar Zerstörung geschützt. Nachfolgend werden die verschiedenen Arten der Belüftung aufgezeigt.
Drehkippflügel bzw. -fenstertüre
Heutzutage ist nahezu jedes Fenster im Wohnungsbau ein Drehkippfenster, welches zu öffnen und zu kippen ist. Diese Konstruktion eignet sich auch für Wintergärten oder andere Senktrechtverglasungen als Belüftungselement. Dreh- und Kippelemente können in Form eines Flügels (meist im Oberlicht) oder einer Türe einbaut werden. Diese Art von Flügel oder Türe hat allerdings den Nachteil, dass sie immer händisch bedient werden muss.

Kippflügel
Hierbei handelt es sich um einen Flügel (meist im Oberlicht), der nur kippbar, aber nicht voll öffenbar ist. Wie bei kippbaren Fenstern ist der fixe Teil unten und der Flügel lässt sich nur nach Innen kippen. Somit sind bei Kippflügeln nur Außenbeschattungen möglich. Kippflügel können motorisch bedient werden.

Klappflügel
Diese öffnen sich im Gegensatz zu den Kippflügeln nach außen und haben oben den fixen Teil. Dies bedeutet, dass Klappflügel nach oben aufklappen. Hierbei ist also nur eine Innenbeschattung möglich. Diese Art von Flügel kann auch motorisch bedient werden.

Brandschutzklassierungen
Bauteile werden über genormte Prüfungen oder andere Verfahren klassiert. Maßgebend sind hierbei insbesondere die Feuerwiderstandsdauer bezüglich der Kriterien Tragfähigkeit (R), Raumabschluss (E) und Isolation (I). Der Feuerwiderstand ist die Mindestzeit in Minuten, während ein Bauteil die an ihn gestellten Anforderungen erfüllen muss. Je nach Art des Bauteils wird er mit einer der folgenden Zahlen angegeben: 15, 20, 30, 45, 60, 90, 120, 180 oder 240.
Für nichttragende Bauteile mit raumschließender Funktion ohne Wärmedämmung kommen die Feuerwiderstandsklassen E 30 und E 60 zur Anwendung. Für nichttragende Bauteile mit raumschließender Hitzeisolationsfunktion werden die Feuerwiderstandsklassen EI 30, EI 60, EI 120, EI 180 und EI 240 angewendet. Für bewegliche Brandschutzabschlüsse (Türen mit und ohne Verglasung) mit raumschließender Funktion ohne Hitzeisolation kommen die Feuerwiderstandsklassen E 30 und E 60, im Gegensatz zu beweglichen Brandschutzabschlüssen mit raumschließender Funktion und Hitzeisolation die Feuerwiderstandsklassen EI 30, EI 60, und EI 90 zur Anwendung.
Beschattung
Bei großflächigem Einsatz von Glas spielt das Thema Beschattung eine wichtige Rolle. Die Beschattung wird auch Sonnenschutz oder Verschattung genannt und hat zum Ziel, Gebäude und deren Nutzer vor den ungewollten Effekten starker Sonneneinstrahlung (Blendeffekte, Reflexionen sowie Überhitzung von Räumen) zu schützen. Trotz einer Beschattung soll ein hoher Grad an Transparenz erhalten werden. Je nach Position und Funktionsweise wird zwischen außen- und innenliegender Beschattung unterschieden.
Drahtglas
Drahtglas ist ein gewalztes Flachglas mit einer im Glas eingebetteten Drahtnetzeinlage. Bei mechanischer Zerstörung hält das Drahtnetzglas die Splitter zusammen, so dass ein gewisser Schutz vor Verletzungen durch herabfallendes Glas besteht. Trotzdem erhöht die Drahtnetzeinlage die Biegezugfestigkeit nicht, sondern mindert sie. Bei Schlag, Stoß oder thermischen Belastungen bricht Drahtglas also schneller als Floatglas. Drahtglas kann als kleinformatige Verglasung dort eingesetzt werden, wo keine mechanischen oder thermischen Belastungen zu erwarten sind. Dieses Glas ist durchscheinend und bietet keine Schutzfunktion, geschweige denn eine Absturzsicherung.
ESG
ESG steht für Einscheibensicherheitsglas und ist ein thermisch vorgespanntes Glas, das unter kontrollierten Bedingungen durch Erhitzen und anschließendes schnelles Abkühlen in ein System gleichbleibender Spannungsverteilung gebracht wird. Dadurch erhält ESG neue Materialeigenschaften gegenüber dem Ausgangserzeugnis wie beispielsweise eine erhöhte Biegebruchfestigkeit und damit verbunden eine erhöhte Schlag-, Stoß- und Hagelfestigkeit; eine erhöhte Temperaturwechselbeständigkeit und eine eine verletzungshemmende Eigenschaft durch den Zerfall in kleine stumpfkantige Glaskrümel. Es ist trotzdem durchsichtig oder durchscheinend.
Faltanlagen
Anstatt der üblichen Schiebeelemente eigenen sich in manchen Fällen auch Faltanlagen. Diese Verglasung besteht aus mehreren Glaselementen, die alle durch einen Aluminiumrahmen verbunden sind. Die Glaselemente werden beim Öffnen gefaltet, anstatt zusammengeschoben. Somit bieten Faltanlagen die größtmögliche Öffnungsweite.
Flexible Systemtechnik
siehe Profil-System.
Floatglas
Floatglas ist das üblich durchscheinende "Fensterglas". Floatglas kann zu beschichtetem Glas, Isolierglas, Verbundsicherheitsglas (VSG), Einscheibensicherheitsglas (ESG), beschichtetem Wärmeschutzglas, Sonnenschutzglas, bedrucktem Glas, Brandschutzglas, Spiegel, etc. weiterverarbeitet werden.
Gesamtenergiedurchlassgrad
siehe g-Wert.
Glaseigenschaften
Glas hat eine homogene, glatte Oberfläche, ist leicht zu reinigen und daher auch hoch hygienisch. Es ist weder brenn- noch entflammbar und kann daher auch keinen Rauch entwicklen. Glas hat weiters eine hohe chemische Resistenz, ist beständig gegen die meisten Säuren und Laugen sowie wasserunlöslich und weitgehend korrosionsbeständig. Es nimmt keine Feuchtigkeit auf und gibt auch keine ab, wodurch es nicht quellen, schwinden oder sich werfen kann. Sobald Glas einmal in seine Form gebracht wurde, kann es diese nicht mehr verändern. Auch gegen Frost und Lufttemperatur ist Glas unempfindlich. Außerdem erleidet Glas keine Farbveränderung, was bedeutet, dass es weder vergilben noch eintrüben kann. Es nimmt keinen Geruch auf und gibt auch keinen ab. GLAS IST EIN MODERNES BAUMATERIAL MIT GROSSER TRADITION UND NOCH GRÖSSERER ZUKUNFT.
Glasgewicht
Zur Errechnung des Glasgewichtes wird die Material-Rohdichte, die 2,5 g/cm³ beträgt, verwendet.
Beispiel:
1 Glasplatte von 1 mm Dicke und einer Oberfläche von 1,0 m² ist 2,5 kg schwer.
1 Glasplatte von 6 mm Dicke und einer Oberfläche von 1,0 m² wiegt somit 15,00 kg (6 x 2,5 kg x 1,0 m²).
Glaskuppel
Die Glaskuppel ist eine besondere Art des Glasdaches. Bei einer Glaskuppel wird eine Dachöffnung mit gebogenem Glas als Lichtband oder in Halbkugelform verglast.
Glaspyramide
Die Glaspyramide kann quadratisch, rechteckförmig oder vieleckförmig in jeder gewünschten Neigung ausgeführt werden.
Glastreppen
Treppen, Bodenflächen oder Podeste aus Glas bieten eine moderne Möglichkeit für die heute verlangte Transparenz und Offenheit in Räumen. Somit wirken Räumlichkeiten großzügiger, was in der heutigen Zeit ein Bedürfnis vieler Menschen darstellt. Begehbare Gläser müssen immer in VSG (Verbundsicherheitsglas) ausgeführt werden. Die Befestigung der Glastritte ist individuell und den bestehenden räumlichen Gegebenheiten anpassbar.
g-Wert
Der g-Wert ist der Gesamtenergiedurchlassgrad und gibt an, wie viel Energie von der auftreffenden Sonnenstrahlung durch die Verglasung ins Rauminnere gelangt. Der g-Wert setzt sich aus der direkten Strahlungstransmission und der sekundären Wärmeabgabe zusammen. Die sekundäre Wärmeabgabe ergibt sich dadurch, dass sich das Glas selbst durch die Sonneneinstrahlung erwärmt und nun seinerseits auch Wärme nach außen und innen abgibt.
Isolierglas
Isolierglas wird zur Wärmedämmung verwendet. Dieses besteht aus zwei oder mehreren Float- bzw. Spezialgläsern. Das raumseitige Glas ist im Scheibenzwischenraum mit einer hauchdünnen Wärmedämmschicht versehen. Der Scheibenzwischenraum wird durch einen Abstandhalter, der ein Entfeuchtungsmittel enthält, gewährt und ist mit Luft oder einem speziellen Wärmedämmgas gefüllt. Ringsum verläuft eine Doppeldichtung, die das Eindringen von Staub und Wasserdampf verhindert.
Kantenbearbeitungsarten
Es gibt viele verschiedene Arten Kanten zu bearbeiten, die nachfolgend erklärt werden.
Gesäumte Kanten
Bei Gläsern mit gesäumten Kanten werden die Ränder der Schnittkanten nur gebrochen (kurz geschliffen bzw. gestoßen), ohne dass die Schnittfläche selbst bearbeitet wird. In dieser Form wird Glas nur zur weiteren Verarbeitung hergestellt, damit sich die Montagearbeiter nicht verletzen. Bei ESG sind gesäumte Kanten sowieso Voraussetzung, da dieses Glas durch die thermische Vorbehandlung sehr bruchempfindliche Kanten hat.
Rodierte Kanten
Um rodierte Kanten zu erhalten, wird die Schnittkante ganzflächig durch Schleifen bearbeitet. Die Ränder der Kanten können sauber gesäumt oder nur gebrochen werden. Die geschliffenen Kantenoberflächen haben ein schleifmattes Aussehen. Diese Art der Kantenbearbeitung wird nicht oft angewendet, da das schleifmatte Aussehen für sichtbare Kanten nicht geeignet und für die Weiterverarbeitung nicht notwendig ist.
Polierte Kanten
Bei dieser Art der Kantenbearbeitung wird die Schnittkante blank poliert und die Ränder sauber gesäumt. Somit ist diese Kante für sichtbare Stellen wie bei Ganzglastüren oder Duschverglasungen geeignet.
Ornamentglas
Ornamentglas ist ein gegossenes Flachglas (Glas, Gussglas) mit ein- oder beidseitig gemusterter Oberfläche (Ornament). Ornamentglas ist oft farbig. Wegen seiner verzierten Oberfläche wirkt es sehr dekorativ. Besondere Ornamentgläser sind zum Beispiel Kathedralglas, Drahtornamentglas oder Antikglas.
Pfosten-Riegel-Technik
Die Pfosten-Riegel-Technik ist eine Konstruktionsmethode für Fassaden, mit der sich äußerst filigrane Glasfassaden herstellen lassen. Der Lastabtrag erfolgt hierbei über die senkrechten Pfosten, an die die horizontalen Riegel angeschlossen sind. Gehalten werden die Füllungselemente, in unserem Fall das Glas, durch horizontale und vertikale Pressleisten, die auf die Pfosten/Riegel geschraubt werden. Als tragende Materialen kommen Aluminium, Stahl oder Holz zum Einsatz. Zwischen Fassadenfeldern (Glas) und dem tragenden Fassadengerüst werden elastische Dichtungselemente verwendet. Durch variable Profilmessungen, speziell in der Profiltiefe und durch die Verwendung unterschiedlicher Materialien wie z.B. Holz, Stahl oder Aluminium können die Konstruktionen auf nahezu jede Einbausituation abgestimmt werden.

Profilsystem
Das eigens von Alu-Glas-Technik entwickelte Profilsystem wird auch flexible Systemtechnik genannt, da die einzelnen Profile dieses Systems vielfältig einsetzbar sind. Diese Möglichkeit besteht dadurch, dass das System verschiedenste Arten von Profilen (Sprossen, Klemm- und Deckleisten, etc.) beinhaltet, die alle aufeinander abgestimmt sind. Somit sind die Basisprofile für jegliche Art von Verglasung, ob im Fassaden- oder Wintergartenbau, einsetzbar. Weiters ist das System sehr gut durchdacht, sodass mit wenigen Profilen wärmegedämmte Übergänge und Anschlüsse bewerkstelligt werden können. Die Profile sind aus Aluminium und deshalb rost- und wartungsfrei, können aber auf jegliche Art von Unterkonstruktionen (Holz, Stahl, etc.) aufgebaut werden.
Punkthaltesysteme
Hierbei handelt es sich um punktförmige Halterungen von Verglasungen. In der modernen Architektur wird Glas oft als tragendes Bauteil eingesetzt. Dabei sind Punkhaltesysteme ein relativ neues Konstruktionsmerkmal. Im Gegensatz zu herkömmlichen Pfosten-Riegel-Techniken oder Structural Glazing besteht hier allerdings keine flächige Verbindung zur Unterkonstruktion. Was bei der Gestaltung ein Vorteil ist, stellt jeoch hohe Anforderungen an die Metallbauer und Isolierglashersteller:
Die Lastabtragung punktgehaltener Isoliergläser erfolgt über Punkthalter direkt auf die Unterkonstruktion. Diese Konstruktionsart erfordert maßgenaues Arbeiten aller Beteiligten. Zusätzlich müssen die Bau- und Produktetoleranzen sowie die Gebäude- und Temperatur-Dilatationen aufgefangen werden. Weiters müssen die Elemente statischen Anforderungen genügen.
Schiebeanlagen
Schiebeanlagen ermöglichen ein weiträumiges Öffnen der Senkrechtverglasung. Das Typenangebot reicht von der einfachverglasten Ganzglasanlage bis zur dreifachverglasten hochwertig wärmegedämmten Schiebeanlage. Weiters können sowohl ein- wie auch mehrflügelige Schiebeanlagen eingesetzt werden. Sie sind platzsparend und komfortabel bedienbar.
Siebdruck
Glas lässt sich für verschiedenste Anwendungsmöglichkeiten bedrucken. Dem Farbspektrum und den Motiven sind kaum Grenzen gesetzt. Der Siebdruck eröffnet neue Möglichkeiten der Gestaltung und macht aus normalem Glas ein dekoratives bzw. informatives Element, das trotzdem funktionell ist.
Structual Glazing
Diese Konstruktionsart wird bei Glasfassaden verwendet, um ein anderes Erscheinungsbild als bei herkömmlichen Glasfassaden zu erhalten. Die einzelnen Glaselemente werden nur durch feine Schattenfugen oder durch sichtbare Silikonfugen voneinander getrennt. Die ganze Fassade wird so zu einer glatten Fläche ohne Unterbrechnungen. Die Isolierglas- oder Brüstungselemente werden nicht durch Glasleisten oder Abdeckprofile gehalten. Deren Funktion übernimmt ein spezielles Silikon mit hohem Haftvermögen, großer Materialfestigkeit und Elastizität. Die einzelnen Glaselemente werden also durch den speziellen Silikonwerkstoff mit dem Hilfsrahmen verklebt und dieser mit der Unterkonstruktion mechanisch verbunden. Die Verklebung findet im Werk des Glasherstellers statt, sodass ständige Prüfungen und Qualitätskontrollen durchgeführt werden können.
TVG
TVG steht für teilvorgespanntes Glas. Hierbei handelt es sich nicht um Sicherheitsglas, wobei TVG eine höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber Druck und Stoß als unbehandeltes Glas hat. Die Temperaturwechselbeständigkeit liegt bei 100 K gegenüber 40 K bei Floatglas. TVG zerfällt bei Bruch also nicht in kleine stumpfkantige Krümel wie ESG, sondern weist ein ähnliches Bruchbild auf wie thermisch unbehandeltes Glas, liegt in seiner Bruchsicherheit aber zwischen normalem Glas und ESG.
U-Wert
Der U-Wert wurde früher K-Wert genannt. Hierbei handelt es sich um den Wärmedurchgangskoeffizienten, der die Maßeinheit zur Ermittlung des Wärmeverlustes eines Bauteils darstellt und in W/(m²K) angegeben wird. Der U-Wert gibt die Wärmemenge an, die pro Zeiteinheit durch 1 m² eines Bauteils bei einem Temperaturunterschied von 1 K (Kelvin) hindurchgeht. Je tiefer der U-Wert, desto kleiner sind die Wärmeverluste nach außen und dementsprechend geringer der Energieverbrauch. Bei Isolierglas wird der Wärmedurchgangskoeffizient Ug genannt, bei Fenstern Uw. Der Stand der Technik bietet bei Zweifach-Isolierverglasung U-Werte bis zu 1,0 W/m²K. Bei einer Dreifach-Isolierverglasung lässt sich hiervon sogar noch eine Reduktion um ca. 50 % erreichen und bringt U-Werte zwischen 0,7 W/m²K und 0,5 W/m²K.
VSG
VSG steht für Verbundsicherheitsglas. Dieses Glas setzt sich aus zwei oder mehreren Glasscheiben zusammen, die mit hochreißfesten, zähelastischen Zwischenschichten verbunden sind. Diese Zwischenschicht aus Polyvinyl-Butyral-Folien (PVB) kann klar (durchsichtig), durchscheinend, farbig oder auf Wunsch speziell UV-schützend sein. Standard-PVB hat bereits einen hohen UV-Schutz. Im Unterschied zu ESG zerfällt VSG bei Beschädigung nicht in kleine Krümel, sondern behält die zugedachte Schutzwirkung, da das Glas bei Stoß oder Schlag zwar bricht, aber die Bruchstücke an der unverletzten PVB-Schicht haften bleiben. Es entsteht also eine Bruchspinne, wobei die Durchsicht weitgehend erhalten bleibt. Dieses Glas ist also verletzungshemmend (bei Bruch) sowie absturzsicher und einbruchhemmend. VSG wird demnach zur Absturzsicherung oder bei Dachverglasungen (über Kopf) verwendet.

