Glossar

Ein Glossar (lat. glossariumm, griech. Zunge, Sprache) ist eine Liste von Wörtern mit beigefügten Erklärungen oder Übersetzungen. Das lateinische Wort glossarium gezeichnet dabei als Objekt ein „Buch“, das fremde Wörter erkläutert.

Automatiktüren

In Handelszentren, Industrie- und öffentlichen Gebäuden werden oft Automatiktüren aus Glas eingebaut, die sich über Radar oder Lichtschranken automatisch öffnen und schließen. Solche Automatiktüren bieten eine ästhetische und moderne Lösung für Eingangsbereiche.

Bauseitige Leistungen

Diese Leistungen sind nicht im Angebotspreis enthalten. Sie müssen vom Bauherrn selbst oder einer anderen Firma ausgeführt werden.

Begehbares Glas

Als begehbare Verglasungen gelten Konstruktionen, die planmäßig durch Personenverkehr belastet werden können. Bei begehbaren Gläsern spielen Größe und Beanspruchung eine wichtige Rolle, da die Sicherheit von zentraler Bedeutung ist. Begehbares Glas (beispielsweise transparente oder beleuchtete Fußböden oder Glastreppen) muss aus Verbundglas mit mindestens drei Lagen aufgebaut sein. Aus Gründen der Schlagfestigkeit ist zu empfehlen, als Deckschicht ESG zu verwenden. Auch eine ausreichende Rutschsicherheit muss ggf. gewährleistet werden (z.B. durch eine rutschhemmende Beschichtung).

Belüftung und Entlüftung des Wintergartens

In jedem Wintergarten wird eine ausreichende Zufuhr an frischer Luft benötigt, was durch Zu- und Abluftflügel bzw. -klappen ermöglicht werden kann. Größtenteils werden sie über Elektromotoren geöffnet und geschlossen. Ein händisches Öffnen über Spindeln mit Handkurbeln oder Oberlichtöffner mit Gestänge ist eher unpraktisch. Eine optimale Lösung – nicht nur zur Belüftung des Wintergartens – ist die voll elektronische und computerisierte Steuereinheit. Wenn an diese Steuerung die verschiedensten Sensoren wie Windmesser, Regenmelder oder auch Luftfeuchtigkeitsmesser im Innenraum angeschlossen werden, erfolgt die gesamte Klimasteuerung computergestützt und sehr zuverlässig. Bei bestimmten Windstärken oder bei Niederschlägen werden alle Dachöffnungen umgehend geschlossen und Ihr Wintergarten vor Wassereinfall oder gar Zerstörung geschützt. Nachfolgend werden die verschiedenen Arten der Belüftung aufgezeigt.

Drehkippflügel bzw. -fenstertüre
Heutzutage ist nahezu jedes Fenster im Wohnungsbau ein Drehkippfenster, welches zu öffnen und zu kippen ist. Diese Konstruktion eignet sich auch für Wintergärten oder andere Senktrechtverglasungen als Belüftungselement. Dreh- und Kippelemente können in Form eines Flügels (meist im Oberlicht) oder einer Türe einbaut werden. Diese Art von Flügel oder Türe hat allerdings den Nachteil, dass sie immer händisch bedient werden muss.

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Kippflügel
Hierbei handelt es sich um einen Flügel (meist im Oberlicht), der nur kippbar, aber nicht voll öffenbar ist. Wie bei kippbaren Fenstern ist der fixe Teil unten und der Flügel lässt sich nur nach Innen kippen. Somit sind bei Kippflügeln nur Außenbeschattungen möglich. Kippflügel können motorisch bedient werden.

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Klappflügel
Diese öffnen sich im Gegensatz zu den Kippflügeln nach außen und haben oben den fixen Teil. Dies bedeutet, dass Klappflügel nach oben aufklappen. Hierbei ist also nur eine Innenbeschattung möglich. Diese Art von Flügel kann auch motorisch bedient werden.

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Beschattung

Bei großflächigem Einsatz von Glas spielt das Thema Beschattung eine wichtige Rolle. Die Beschattung wird auch Sonnenschutz oder Verschattung genannt und hat zum Ziel, Gebäude und deren Nutzer vor den ungewollten Effekten starker Sonneneinstrahlung (Blendeffekte, Reflexionen sowie Überhitzung von Räumen) zu schützen. Trotz einer Beschattung soll ein hoher Grad an Transparenz erhalten werden. Je nach Position und Funktionsweise wird zwischen außen- und innenliegender Beschattung unterschieden. Als Variante zur gewöhnlichen Innen- und Außenbeschattung kann auch Siebdruckglas am Dach verwendet werden. Hierbei gibt es verschiedenste Muster, die nicht drückend wirken und viel Licht durchlassen. Siebdruckglas am Dach hat also den Vorteil, dass es eine Beschattung mit Stoff ersetzt und die Reinigung weitgehend entfällt, da die Verschmutzung nicht sichtbar ist.

Betretbares Glas

Im Gegensatz zu begehbaren Gläsern, haben betretbare Gläser keine so hohen Auflagen, da diese beispielsweise bei Dachverglasungen nur für die Begehbarkeit für Reinigungszwecke ausgelegt werden müssen. Bei der Bemessung der betretbaren Gläser wird grundsätzlich davon ausgegangen, dass sich immer nur eine Person auf dem Glas aufhält, was aber bei großen Spannweiten trotzdem zu sehr dicken Gläsern führt.

Brandschutzklassierungen

Bauteile werden über genormte Prüfungen oder andere Verfahren klassiert. Maßgebend sind hierbei insbesondere die Feuerwiderstandsdauer bezüglich der Kriterien Tragfähigkeit (R), Raumabschluss (E) und Isolation (I). Der Feuerwiderstand ist die Mindestzeit in Minuten, während ein Bauteil die an ihn gestellten Anforderungen erfüllen muss. Je nach Art des Bauteils wird er mit einer der folgenden Zahlen angegeben: 15, 20, 30, 45, 60, 90, 120, 180 oder 240.

Für nichttragende Bauteile mit raumschließender Funktion ohne Wärmedämmung kommen die Feuerwiderstandsklassen E 30 und E 60 zur Anwendung. Für nichttragende Bauteile mit raumschließender Hitzeisolationsfunktion werden die Feuerwiderstandsklassen EI 30, EI 60, EI 120, EI 180 und EI 240 angewendet. Für bewegliche Brandschutzabschlüsse (Türen mit und ohne Verglasung) mit raumschließender Funktion ohne Hitzeisolation kommen die Feuerwiderstandsklassen E 30 und E 60, im Gegensatz zu beweglichen Brandschutzabschlüssen mit raumschließender Funktion und Hitzeisolation die Feuerwiderstandsklassen EI 30, EI 60, und EI 90 zur Anwendung.

Drahtglas

Drahtglas ist ein gewalztes Flachglas mit einer im Glas eingebetteten Drahtnetzeinlage. Bei mechanischer Zerstörung hält das Drahtnetzglas die Splitter zusammen, so dass ein gewisser Schutz vor Verletzungen durch herabfallendes Glas besteht. Trotzdem erhöht die Drahtnetzeinlage die Biegezugfestigkeit nicht, sondern mindert sie. Bei Schlag, Stoß oder thermischen Belastungen bricht Drahtglas also schneller als Floatglas. Drahtglas kann als kleinformatige Verglasung dort eingesetzt werden, wo keine mechanischen oder thermischen Belastungen zu erwarten sind. Dieses Glas ist durchscheinend und bietet also keine Schutzfunktion, geschweige denn eine Absturzsicherung.

ESG - Einscheibensicherheitsglas

ESG steht für Einscheibensicherheitsglas und ist ein thermisch vorgespanntes Glas, das unter kontrollierten Bedingungen durch Erhitzen und anschließendes schnelles Abkühlen in ein System gleichbleibender Spannungsverteilung gebracht wird. Dadurch erhält ESG neue Materialeigenschaften gegenüber dem Ausgangserzeugnis (Flachglas bzw. Floatglas) wie beispielsweise eine erhöhte Biegebruchfestigkeit und damit verbunden eine erhöhte Schlag-, Stoß- und Hagelfestigkeit; eine erhöhte Temperaturwechselbeständigkeit und eine verletzungshemmende Eigenschaft durch den Zerfall in kleine stumpfkantige Glaskrümel. Es ist trotzdem durchsichtig oder durchscheinend.

Faltanlagen

Anstatt der üblichen Schiebeelemente gibt es als Öffnungsvariante auch Faltanlagen. Diese Verglasung besteht aus mehreren Glaselementen, die alle durch einen Aluminiumrahmen verbunden sind. Die Glaselemente werden beim Öffnen gefaltet anstatt zusammengeschoben. Somit bieten Faltanlagen die größtmögliche Öffnungsweite, beschränken aber den Raum nach innen oder außen.

Flachglas

Als Flachglas wird jedes Glas in Form von Scheiben bezeichnet, unabhängig vom angewandten Herstellungsverfahren. Die gängigsten Herstellungsverfahren für Flachglas sind das Floatglasverfahren oder das Walzen oder Gießen von Flachglas. Die Erzeugnisse sind Scheiben, welche hauptsächlich im Bauwesen für Fenster bzw. andere Verglasungen verwendet werden. Weiters wird Flachglas für Automobilverglasungen, Spiegel, Solarglas für Photovoltaik oder Solar und auch für Gewächshäuser sowie Displayglas für Bildschirme von Computern, Fernsehern und Smartphones verwendet

Flexible Systemtechnik

siehe Profil-System.

Floatglas

Floatglas ist das üblich durchscheinende „Fensterglas“. Floatglas ist Flachglas, welches im Floatprozess bzw. Floatglasverfahren hergestellt wurde. Floatglas kann zu beschichtetem Glas, Isolierglas, Verbundsicherheitsglas (VSG), Einscheibensicherheitsglas (ESG), beschichtetem Wärmeschutzglas, Sonnenschutzglas, bedrucktem Glas, Brandschutzglas, Spiegel, etc.

g-Wert

Der g-Wert ist der Gesamtenergiedurchlassgrad und gibt an, wie viel Energie von der auftreffenden Sonnenstrahlung durch die Verglasung ins Rauminnere gelangt. Der g-Wert setzt sich aus der direkten Strahlungstransmission und der sekundären Wärmeabgabe zusammen. Die sekundäre Wärmeabgabe ergibt sich dadurch, dass sich das Glas selbst durch die Sonneneinstrahlung erwärmt und nun seinerseits auch Wärme nach außen und innen abgibt.

Gesamtenergiedurchlassgrad

siehe g-Wert.

Glasbau

Als Glasbau wird der konstruktive Einsatz von Glas am Bau verstanden. Bei dieser Bauweise bestimmt die Verwendung von Glas das äußere und innere Erscheinungsbild der Gebäude.

Glaseigenschaften

Glas hat eine homogene, glatte Oberfläche, ist leicht zu reinigen und daher auch hoch hygienisch. Es ist weder brenn- noch entflammbar und kann daher auch keinen Rauch entwickeln. Glas hat weiters eine hohe chemische Resistenz, ist beständig gegen die meisten Säuren und Laugen sowie wasserunlöslich und weitgehend korrosionsbeständig. Es nimmt keine Feuchtigkeit auf und gibt auch keine ab, wodurch es nicht quellen, schwinden oder sich werfen kann. Sobald Glas einmal in seine Form gebracht wurde, kann es diese nicht mehr verändern. Auch gegen Frost und Lufttemperatur ist Glas unempfindlich. Außerdem erleidet Glas keine Farbveränderung, was bedeutet, dass es weder vergilben noch eintrüben kann. Es nimmt keinen Geruch auf und gibt auch keinen ab. GLAS IST EIN MODERNES BAUMATERIAL MIT GROSSER TRADITION UND NOCH GRÖSSERER ZUKUNFT.

Glasgewicht

Zur Errechnung des Glasgewichtes wird die Material-Rohdichte, die 2,5 kg/mm³ beträgt, verwendet.

Beispiel:
1 Glasplatte von 1 mm Dicke und einer Oberfläche von 1,0 m² ist 2,5 kg schwer.
1 Glasplatte von 6 mm Dicke und einer Oberfläche von 1,0 m² wiegt somit 15,00 kg (6 x 2,5 kg x 1,0 m²).

Glaskuppel

Die Glaskuppel ist eine besondere Art des Glasdaches. Bei einer Glaskuppel wird eine Dachöffnung mit gebogenem Glas als Lichtband oder in Halbkugelform verglast.

Glaspyramide

Die Glaspyramide kann quadratisch, rechteckförmig oder vieleckförmig, in jeder gewünschten Neigung ausgeführt werden.

Glastreppen

Treppen, Bodenflächen oder Podeste aus Glas bieten eine moderne Möglichkeit für die heute verlangte Transparenz und Offenheit in Räumen. Somit wirken Räumlichkeiten großzügiger, was in der heutigen Zeit ein Bedürfnis vieler Menschen darstellt. Begehbare Gläser müssen immer in VSG (Verbundsicherheitsglas) ausgeführt werden. Die Befestigung der Glastritte ist individuell und den bestehenden räumlichen Gegebenheiten anpassbar.

Isolierglas

Isolierglas wird zur Wärmedämmung verwendet. Dieses besteht aus zwei oder mehreren Float- bzw. Spezialgläsern. Das raumseitige Glas ist im Scheibenzwischenraum mit einer hauchdünnen Wärmedämmschicht versehen. Der Scheibenzwischenraum wird durch einen Abstandhalter, der ein Entfeuchtungsmittel enthält, gewährt und ist mit Luft oder einem speziellen Wärmedämmgas gefüllt. Ringsum verläuft eine Doppeldichtung, die das Eindringen von Staub und Wasserdampf verhindert.

Kalter Wintergarten

Der Begriff „Kalter Wintergarten“ ist eine andere Bezeichnung für einen Wintergarten in Einfachglas, der unbeheizt ist.

Kantenbearbeitungsarten

Es gibt viele verschiedene Arten Kanten zu bearbeiten, die nachfolgend erklärt werden.

Gesäumte Kanten

Bei Gläsern mit gesäumten Kanten werden die Ränder der Schnittkanten nur gebrochen (kurz geschliffen bzw. gestoßen), ohne dass die Schnittfläche selbst bearbeitet wird. In dieser Form wird Glas nur zur weiteren Verarbeitung hergestellt, damit sich die Montagearbeiter nicht verletzen. Bei ESG sind gesäumte Kanten sowieso Voraussetzung, da dieses Glas durch die thermische Vorbehandlung sehr bruchempfindliche Kanten hat.

Rodierte Kanten

Um rodierte Kanten zu erhalten, wird die Schnittkante ganzflächig durch Schleifen bearbeitet. Die Ränder der Kanten können sauber gesäumt oder nur gebrochen werden. Die geschliffenen Kantenoberflächen haben ein schleifmattes Aussehen. Diese Art der Kantenbearbeitung wird nicht oft angewendet, da das schleifmatte Aussehen für sichtbare Kanten nicht geeignet und für die Weiterverarbeitung nicht notwendig ist.

Polierte Kanten

Bei dieser Art der Kantenbearbeitung wird die Schnittkante blank poliert und die Ränder sauber gesäumt. Somit ist diese Kante für sichtbare Stellen wie bei Ganzglastüren oder Duschverglasungen geeignet.

Loggiaverglasung

Bei der Loggiaverglasung handelt es sich um eine Dach- und/oder Senkrechtverglasung über/auf Ihrer Loggia.

Ornamentglas

Ornamentglas ist ein gegossenes Flachglas (Glas, Gussglas) mit ein- oder beidseitig gemusterter Oberfläche (Ornament). Ornamentglas ist oft farbig. Wegen seiner verzierten Oberfläche wirkt es sehr dekorativ. Besondere Ornamentgläser sind zum Beispiel Kathedralglas, Drahtornamentglas oder Antikglas.

Pfosten-Riegel-Technik

Die Pfosten-Riegel-Technik ist eine Konstruktionsmethode für Fassaden, mit der sich äußerst filigrane Glasfassaden herstellen lassen. Der Lastabtrag erfolgt hierbei über die senkrechten Pfosten, an die die horizontalen Riegel angeschlossen sind. Gehalten werden die Füllungselemente, in unserem Fall das Glas, durch horizontale und vertikale Press- bzw. Klemmleisten, die auf die Pfosten/Riegel geschraubt werden. Als tragende Materialen kommen Aluminium, Stahl oder Holz zum Einsatz. Zwischen Fassadenfeldern (Glas) und dem tragenden Fassadengerüst werden elastische Dichtungselemente verwendet. Durch variable Profilmessungen, speziell in der Profiltiefe, und durch die Verwendung unterschiedlicher Materialien wie z.B. Holz, Stahl oder Aluminium können die Konstruktionen auf nahezu jede Einbausituation abgestimmt werden.

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Profilsystem

Das eigens von Alu-Glas-Technik entwickelte Profilsystem wird auch flexible Systemtechnik genannt, da die einzelnen Profile dieses Systems vielfältig einsetzbar sind. Diese Möglichkeit besteht dadurch, dass das System verschiedenste Arten von Profilen (Sprossen, Klemm- und Deckleisten, etc.) beinhaltet, die alle aufeinander abgestimmt sind. Somit sind die Basisprofile für jegliche Art von Verglasung, ob im Fassaden- oder Wintergartenbau, einsetzbar. Weiters ist das System sehr gut durchdacht, sodass mit wenigen Profilen wärmegedämmte Übergänge und Anschlüsse bewerkstelligt werden können. Die Profile sind aus Aluminium und deshalb rost- und wartungsfrei, können aber auf jegliche Art von Unterkonstruktionen (Holz, Stahl, etc.) aufgebaut werden.

Punkthaltesysteme

Hierbei handelt es sich um punktförmige Halterungen von Verglasungen. In der modernen Architektur wird Glas oft als tragendes Bauteil eingesetzt. Dabei sind Punkhaltesysteme ein relativ neues Konstruktionsmerkmal. Im Gegensatz zu herkömmlichen Pfosten-Riegel-Techniken oder Structural Glazing besteht hier allerdings keine flächige Verbindung zur Unterkonstruktion. Was bei der Gestaltung ein Vorteil ist, stellt jedoch hohe Anforderungen an die Metallbauer und Isolierglashersteller:

Die Lastabtragung punktgehaltener Isoliergläser erfolgt über Punkthalter direkt auf die Unterkonstruktion. Diese Konstruktionsart erfordert maßgenaues Arbeiten aller Beteiligten. Zusätzlich müssen die Bau- und Produktetoleranzen sowie die Gebäude- und Temperatur-Dilatationen aufgefangen werden. Weiters müssen die Elemente statischen Anforderungen genügen.

Schiebeanlagen

Schiebeanlagen ermöglichen ein weiträumiges Öffnen der Senkrechtverglasung. Das Typenangebot reicht von der einfachverglasten Ganzglasanlage bis zur dreifachverglasten hochwertig wärmegedämmten Schiebeanlage. Weiters können sowohl ein- wie auch mehrflügelige Schiebeanlagen eingesetzt werden. Sie sind platzsparend und komfortabel bedienbar.

Siebdruckglas

Glas lässt sich für verschiedenste Anwendungsmöglichkeiten bedrucken. Dem Farbspektrum und den Motiven sind kaum Grenzen gesetzt. Der Siebdruck eröffnet neue Möglichkeiten der Gestaltung und macht aus normalem Glas ein dekoratives bzw. informatives Element, das trotzdem funktionell ist. Hierbei werden keramische Farben auf das Glas aufgebracht und bei ungefähr 600 °C eingebrannt, also fest mit dem Glas verbunden. Somit ist der Siebdruck dauerhaft, also abriebfest, lichtecht, lösemittelbeständig und vergilbungsbeständig. Durch den thermischen Vorspannprozess, welcher die Farbe dauerhaft in das Glas einbrennt, entsteht als Endprodukt ein Einscheibensicherheitsglas (ESG) oder teilvorgespanntes Glas (TVG) mit den jeweiligen physikalischen und mechanischen Eigenschaften.

Sitzplatzverglasung

Unter dem Begriff Sitzplatzverglasung wird eine Dach- und/oder Senkrechtverglasung über/an Ihrem Sitzplatz verstanden. Hierbei handelt es sich eigentlich um ein anderes Wort für Terrassen- bzw. Loggiaverglasung.

Sommergarten

Ab und an wird der einfachverglaste, ungeheizte (kalte) Wintergarten auch als Sommergarten bezeichnet.

Structural Glazing

Diese Konstruktionsart wird bei Glasfassaden verwendet, um ein anderes Erscheinungsbild als bei herkömmlichen Glasfassaden zu erhalten. Die einzelnen Glaselemente werden nur durch feine Schattenfugen oder durch sichtbare Silikonfugen voneinander getrennt. Die ganze Fassade wird so zu einer glatten Fläche ohne Unterbrechungen. Die Isolierglas- oder Brüstungselemente werden nicht durch Glasleisten oder Abdeckprofile gehalten. Deren Funktion übernimmt ein spezielles Silikon mit hohem Haftvermögen, großer Materialfestigkeit und Elastizität. Die einzelnen Glaselemente werden also durch den speziellen Silikonwerkstoff mit dem Hilfsrahmen verklebt und dieser mit der Unterkonstruktion mechanisch verbunden. Die Verklebung findet im Werk des Glasherstellers statt, sodass ständige Prüfungen und Qualitätskontrollen durchgeführt werden können.

TVG - teilvorgespanntes Glas

TVG steht für teilvorgespanntes Glas. Der Herstellungsprozess ist ähnlich zu normalem ESG, wobei die Kühlung bei TVG weniger schroff erfolgt. Hierbei handelt es sich nicht um Sicherheitsglas, wobei TVG eine höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber Druck und Stoß als unbehandeltes Glas hat. Die Temperaturwechselbeständigkeit liegt bei 100 K gegenüber 40 K bei Floatglas. TVG zerfällt bei Bruch aber nicht in kleine stumpfkantige Krümel wie ESG, sondern weist ein ähnliches Bruchbild auf wie thermisch unbehandeltes Glas, liegt in seiner Bruchsicherheit aber zwischen normalem Glas und ESG.

U-Wert

Der U-Wert wurde früher K-Wert genannt. Hierbei handelt es sich um den Wärmedurchgangs­koeffizienten, der die Maßeinheit zur Ermittlung des Wärmeverlustes eines Bauteils darstellt und in W/(m²K) angegeben wird. Der U-Wert gibt die Wärmemenge an, die pro Zeiteinheit durch 1 m² eines Bauteils bei einem Temperaturunterschied von 1 K (Kelvin) hindurchgeht. Je tiefer der U-Wert, desto kleiner sind die Wärmeverluste nach außen und dementsprechend geringer der Energieverbrauch. Bei Isolierglas wird der Wärmedurchgangs­koeffizient Ug genannt, bei gesamten Fenstern (mit Rahmen) Uw. Der Stand der Technik bietet bei Zweifach-Isolierverglasung Ug-Werte bis zu 1,0 W/m²K. Bei einer Dreifach-Isolierverglasung lässt sich hiervon sogar noch eine Reduktion um ca. 50 % erreichen und bringt Ug-Werte zwischen 0,7 W/m²K und 0,5 W/m²K.

VSG - Verbundsicherheitsglas

VSG steht für Verbundsicherheitsglas. Dieses Glas setzt sich aus zwei oder mehreren Glasscheiben zusammen, die mit hochreißfesten, zähelastischen Zwischenschichten verbunden sind. Diese Zwischenschicht aus Polyvinyl-Butyral-Folien (PVB) kann klar (durchsichtig), durchscheinend, farbig oder auf Wunsch speziell UV-schützend sein. Standard-PVB hat bereits einen hohen UV-Schutz. Im Unterschied zu ESG zerfällt VSG bei Beschädigung nicht in kleine Krümel, sondern behält die zugedachte Schutzwirkung, da das Glas bei Stoß oder Schlag zwar bricht, aber die Bruchstücke an der unverletzten PVB-Schicht haften bleiben. Es entsteht also eine Bruchspinne, wobei die Durchsicht weitgehend erhalten bleibt. Dieses Glas ist also verletzungshemmend (bei Bruch) sowie absturzsicher und einbruchhemmend. VSG wird demnach zur Absturzsicherung oder bei Dachverglasungen (über Kopf) verwendet.

Windschutz bzw. Windschutzverglasung

Hierbei handelt es sich um eine senkrechte Verglasung im Außenbereich, die fix oder verschiebbar ausgeführt werden kann, und als Schutz vor Wind und Wetter dient.

Wintergarten

Der Wintergarten hat seinen Ursprung in England. Hierbei handelt es sich um einen Anbau an ein bestehendes Gebäude bzw. in ein Gebäude integriert, dessen Wände und Dach größtenteils aus Glas bestehen. Wichtig beim Wintergarten ist vor allem die passive Wärmegewinnung für das bestehende Gebäude und der Glashauseffekt, der in den unbeheizten Varianten zum tragen kommt: Der Wintergarten wird rein durch die Sonneneinstrahlung „beheizt“.

Impressum

 

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Sitz: Lustenau / Vorarlberg / Österreich
Branche: Metall- und Glasbau
Firmenbuch-Nr.: FN 88050k, Landesgericht Feldkirch
UID: ATU36825003